Selbsthilfegruppen haben unterschiedliche Möglichkeiten, Gelder für ihre Gruppenarbeit zu beantragen. Die wichtigsten sind:

  1. Selbsthilfetopf
  2. Pauschalförderung durch die Krankenkassen
  3. Projektförderung durch die Krankenkassen


Genauere Informationen entnehmen Sie bitte den folgenden Hinweisen und nutzen Sie gerne das Beratungsangebot der Selbsthilfe-Kontaktstelle.

   

1. Selbsthilfetopf

Wer?

Alle Selbsthilfegruppen aus Stadt- und Landkreis Lüneburg; die Gruppe muss mindestens drei Monate vor Antragsstellung gegründet worden sein.

Was?

  • Porto- und Telefonkosten
  • Miet- und Nutzungskosten von Räumen für Gruppentreffen
  • Büromaterial und Kopierkosten
  • Fahrgelder für Krankenbesuche oder ähnliches
  • Honorare für gelegentlich hinzugezogene Fachleute
  • Besuch von Fortbildungsveranstaltungen durch einzelne Gruppenmitglieder
  • Und mehr (siehe Merkblatt)

 

Wie?

Reichen Sie das ausgefüllte Antragsformular bei der Selbsthilfekontaktstelle des Paritätischen, Stichwort "Selbsthilfetopf", Altenbrücker Damm 1, 21337 Lüneburg, ein.

Anträge für das Jahr 2018, die nach dem 28.02.2018 eingehen, können- falls Restmittel vorhanden sind- im Herbst 2018 berücksichtigt werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt.

Gerne beraten Sie zu weiteren Fragen auch die MitarbeiterInnen der Selbsthilfekontaktstelle..

Zu beachten: Die bewilligten Mittel für das Jahr 2017 müssen bis spätestens 15.01.2019 per Abrechnung nachgewiesen werden. Genaueres finden Sie im  
Merkblatt zur Abrechnung.
 

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2. Pauschalförderung der Krankenkassen

Bitte beachten: Für die Selbsthilfe in Niedersachsen steht seit November 2016 ein neues Serviceangebot zur Verfügung. Die Verbände der gesetzlichen Krankenkassen im Land haben unter www.gkv-selbsthilfefoerderung-nds.de eine gemeinsame Internetseite eingerichtet.
Hier finden Sie viele Informationen, sowie alle aktuellen Antragsformulare und die jeweiligen Ansprechpartner.

 

Wer?

Selbsthilfegruppen

  • mit mindestens 6 Mitgliedern 
  • die ein Jahr bestehen
  • die Gruppe darf nicht fachlich professionell angeleitet sein
  • Gesundheitsbezug (vgl. Krankheitsverzeichnis nach §20 Abs.4 SGB V) der Gruppe.

Was?

Die Förderung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe im Rahmen der kassenartenübergreifenden Gemeinschaftsförderung gilt als Pauschalförderung. Die Pauschalförderung wird als finanzielle Unterstützung der routinemäßigen selbsthilfebezogenen Aufgaben verstanden.
Darunter fallen insbesondere Aufwendungen für:

  • Raumkosten, Miete
  • Büroausstattung und Sachkosten (z. B. PC, Drucker, Büromöbel, Porto u. Telefon, Gebühren für Online-Dienste)
  • Pflege des Internetauftritts/Homepage
  • Regelmäßig erscheinende Verbandsmedien (z. B. Mitgliederzeitschriften) einschließlich deren Verteilung
  • Schulungen oder Fortbildungen, die auf die Befähigung zur Organisations- und Verbandsarbeit sowie auf administrative Tätigkeiten abzielen (z. B. kaufmännische Weiterbildungen, Weiterbildungen zum Vereinsrecht, PC-Schulungen, Kommunikation),  einschließlich Veranstaltungs-, Teilnahmegebühren, Fahrt- u. Übernachtungskosten
  • Tagungs-, Kongressbesuche von Gruppen- oder Organisationsmitgliedern
  • Durchführung von satzungsrechtlich erforderlichen Gremiensitzungen (z. B. Vorstandssitzungen, Mitglieder-/Jahresversammlungen, Delegiertenversammmlungen, Sitzungen des wissenschaftlichen Beirats u. Sitzungen verbandsinterner Arbeitsgruppen), einschließlich Veranstaltungs- und Teilnahmegebühren,
  • Fahrt- u. Übernachtungskosten

Der Antrag auf Pauschalförderung muss bis zum 31.03.2018 bei der Krankenkasse vorliegen, dabei gilt der Poststempel. Hier finden Sie das Antragsformular für 2018.

Der Verwendungsnachweis 2018 (über 500€) und oder die Verwendungsbestätigung 2018 (unter 500€) müssen bis zum 30.06.2019 bei der Krankenkasse vorliegen. Es gilt der Poststempel. Hier finden Sie den Verwendungsnachweis.

Selbsthilfegruppen, welche sich im laufenden Förderjahr auflösen, müssen ebenfalls einen Verwendungsnachweis bzw. eine Verwendungsbestätigung  einreichen.

 

Ansprechpartnerin für die Kassenübergreifende Gemeinschaftsförderung in der Region Lüneburg:

Andrea Hanke-Jendritzki
Gesundheitsmanagement Prävention
Beraterin Prävention und Selbsthilfe
AOK Niedersachsen
Theodor-Körner-Straße 5
29439 Lüchow
Telefon: 05841/ 124 26633
Telefax: 0511/ 285  33 26633
E-Mail: Andrea.Hanke-J.Luechow@nds.aok.de
Internet: www.aok.de 

 

Für die Pauschalförderung richten Sie den Antrag bitte an:

Herrn Michael Rittmeier
ZISS Landkreis Harburg
Elsternweg 1
21423 Winsen/ Luhe
Tel: 04171/ 653 122
info@ziss-online.de 
 

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3. Projektförderung durch die Krankenkassen

Bitte beachten: Für die Selbsthilfe in Niedersachsen steht seit November 2016 ein neues Serviceangebot zur Verfügung. Die Verbände der gesetzlichen Krankenkassen haben unter www.gkv-selbsthilfefoerderung-nds.de eine gemeinsame Internetseite eingerichtet.
Hier finden Sie viele Informationen, sowie alle aktuellen Antragsformulare und die jeweiligen Ansprechpartner.

 

Wer?

Selbsthilfegruppen mit Gesundheitsbezug (vgl. Krankheitsverzeichnis nach §20 Abs.4 SGBV)

 

Was?

In Abgrenzung zur Gemeinschafts-(Pauschal)förderung sind Projekte gezielte und zeitlich begrenzte Vorhaben. Dabei handelt es sich um Aktivitäten, die über routinemäßige Aufgaben hinausgehen.
 

  • Vorträge von ReferentInnen,
  • Selbsthilfetage,
  • Gruppenspezifische Informationsmaterialien,
  • Fachworkshops oder Fachtagungen (bei bundes- bzw. landesweiter Ausrichtung der Workshops oder Tagungen sind die Kosten über den Bundesverband bzw. den Landesverband zu beantragen).
  • besondere Aktivitäten (Modellcharakter) mit eindeutigem Gesundheitsbezug.

     

Ausgeschlossen von einer Förderung sind reine Freizeitaktivitäten wie z. B. Ausflüge, kulturelle Veranstaltungen, Urlaubsreisen oder Leistungen der GKV, die nach anderen Rechtsgrundlagen erstattet werden, wie z. B. Funktionstraining und Rehabilitationssport.
 

Die jeweiligen Krankenkassen-/verbände gestalten die krankenkassenindividuelle Förderung inhaltlich und strukturell in eigener Verantwortung.
 

Es wird empfohlen, sich vor Antragsstellung mit der jeweiligen Krankenkasse in Verbindung zu setzen. Hier finden Sie eine Übersicht der AnsprechpartnerInnen.

 

Wie?

Für eine Projektförderung, die unabhängig von der Pauschalförderung und zusätzlich möglich ist, müssen Sie Anträge an die Krankenkassen Ihrer Wahl stellen.
 

Wichtig ist, dass Projekte erst durchgeführt werden, wenn sie bei der fördernden Krankenkasse auch bewilligt worden sind.
 

Die Antragsfristen erfragen Sie bitte bei den jeweiligen Krankenkassen.
 

Hier finden Sie das Antragsformular für die Projektförderung der AOK Niedersachsen.
 

Anträge für die Projektförderung bei anderen Krankenkassen finden Sie unter www.gkv-selbsthilfefoerderung-nds.de oder bei der Krankenkasse direkt.

 

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